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Pettenkofer & Mori Ogai

14.02.2020 14:02

Seit kurzem hängen zwei neue Bilder in unserem Schulhaus. Zum einen ein von Herrn Röschke gestaltetes Bild von Max von Pettenkofer. Das andere Bild zeigt eine Fotografie von Mori Ogai. Da wir eine Max von Pettenkofer-Schule sind, sollten wir uns immer wieder einmal daran erinnern, was dieser geleistet hat.

 

Leistungen Pettenkofers:

Das Leistungsspektrum Pettenkofers ist sehr umfassend. Seine anfänglichen Leistungen waren 1847 die Verbesserung des mangelhaften deutschen Zements, 1848 die Erfindung der "Kupfer-Amalgam-Zahnfüllung", 1850 die Erschaffung einer wesentlichen Grundlage für die spätere Entwicklung des Periodensystems der Elemente und 1851 die Entwicklung eines Verfahrens zur Gewinnung von Leuchtgas aus Holz, womit der Münchener Bahnhof erhellt wurde.
Als 1854 auch in München die Cholera ausbrach, widmet er sich der Erforschung und Bekämpfung dieser Seuche. Damit erzielt Pettenkofer seine spektakulärsten Erfolge. Er glaubte nicht, dass die Seuche allein von einem Erreger ausgelöst wurde. So erforschte er Städte, Gemeinden, die Lebensweise der Patienten, das Trinkwasser und die Beschaffenheit des Bodens. Damit schuf er die Grundlage der modernen Epidemiologie. Seine Ansicht, dass Verunreinigungen der Umwelt für die Cholera verantwortlich sind, vertrat er jahrzehntelang, u.a. auf wissenschaftlichen Cholera-Konferenzen wie im Jahr 1867 in Weimar.
Das anerkannte Arbeitsgebiet von Pettenkofer war die Wissenschaft der Hygiene. Er setzte die Hygiene als eigenständigen medizinischen Bereich durch. In diesem Zusammenhang entwickelte er in Absprache mit der Verwaltung und den Ingenieuren Münchens eine Gesundheitstechnik, die die Kanalisation und eine zentrale Trinkwasserversorgung entstehen ließ. 1878 wurden alle privaten Schlachtstätten verboten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galt München als eine der saubersten Städte Europas.

Mori Ogai:

Auch über die Grenzen Europas hinaus hatte Max von Pettenkofer großen Einfluss. Besonders die Japaner orientierten sich zur damaligen Zeit an dem deutschen Vorbild. Aus diesem Grund schickte das japanische Militär unter anderem den jungen Mori Ogai für einen Studienaufenthalt von vier Jahren nach Deutschland. Während seines Aufenthaltes studierte er nicht nur Hygiene bei Max von Pettenkofer in München, sondern auch Bakteriologie und Heeressanitätswesen. Zudem schaute er sich das kulturelle Leben des modernen Europas ab und wurde zur Schlüsselfigur der Entwicklung der deutsch-japanischen Beziehung.

 

Quellen:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/111114/Mori-Ogai-(1862-1922)-Wegbereiter-des-interdisziplinaeren-Austauschs
https://www.donaukurier.de/lokales/schrobenhausen/Pettenkofers-Einfluss-in-Japan;art603,3999733

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